Maschinenstickerei ist ein Zusammenspiel aus Zahlen: Die Rahmenfläche begrenzt das Motiv, die Stichzahl bestimmt den Garnverbrauch, die Stichdichte verrät die Mustergröße — und wer skaliert, rechnet mit Flächen. StickRechner nimmt dir genau diese Rechenarbeit ab: ehrlich, nachvollziehbar und auf Deutsch.
Der Stickrahmen: dein Arbeitsfenster
Jedes Stickmotiv braucht einen Rahmen, der es vollständig aufnimmt — plus etwa 1 bis 2 cm Sicherheitsabstand auf jeder Seite, damit Nadel und Stickfuß nirgends anstoßen. Runde Rahmen misst du über den Durchmesser, rechteckige über Breite und Höhe. Der Stickrahmen-Rechner ermittelt die nutzbare Fläche in Quadratzentimetern. Faustregel aus der Praxis: Lieber den nächstgrößeren Rahmen wählen, als das Motiv auf den Millimeter genau einzupassen — das Einspannen gelingt entspannter, und der Stoff verzieht sich weniger.
Garnverbrauch: Stichzahl mal Stichlänge
Die Grundformel ist erfreulich einfach: Garnverbrauch = Stichzahl × mittlere Stichlänge. Dazu kommt ein Verlustfaktor für Anfang und Ende der Fäden, Vernähstiche und Verschnitt — in der Praxis oft zwischen 1,2 und 1,5. Der Garnverbrauch-Rechner lässt dich alle drei Werte anpassen und rechnet auf Wunsch gleich in Spulen um, wenn du die Lauflänge deiner Konen einträgst. So kaufst du weder zu wenig noch Berge von Restgarn.
Mustergröße aus Stichzahl und Dichte
Du hast eine Stickdatei mit 12.000 Stichen — aber wie groß wird das Motiv auf dem Stoff? Die Antwort steckt in der Stichdichte: Motivfläche = Stichzahl ÷ Stichdichte (Stiche pro cm²). Der Mustergröße-Rechner ermittelt daraus Fläche und Kantenlänge eines vergleichbaren Quadrats. Die Dichte hängt von Stichart und Motiv ab — Satinstiche liegen anders als Füllstiche —, deshalb ist der Wert im Rechner frei einstellbar.
Stichdichte umrechnen: cm, Zoll, Millimeter
Internationale Anleitungen und Stickdateien sprechen verschiedene Sprachen: Stiche pro Zoll hier, Stiche pro Zentimeter dort. Der Stichdichte-Umrechner übersetzt lineare und flächige Dichteangaben ineinander — damit du ausländische Musterbeschreibungen sofort verstehst und Dichten vergleichen kannst.
Motiv skalieren: mit der Fläche wächst die Stichzahl
Ein Motiv um 20 % vergrößern klingt harmlos — aber die Stichzahl wächst mit der Fläche, also quadratisch: Faktor 1,2 in der Kantenlänge bedeutet Faktor 1,44 bei den Stichen. Der Motiv-Skalierung-Rechner zeigt neue Maße und die geschätzte Stichzahl. Wichtig zu wissen: Das ist eine geometrische Schätzung — wie sich die Digitalisierung beim Skalieren tatsächlich verhält, zeigt erst die Software und die Probenaht.
Die richtige Reihenfolge: vom Motiv zum fertigen Stück
Wer strukturiert vorgeht, spart Zeit, Garn und Nerven. Diese Reihenfolge hat sich in der Praxis bewährt: Erstens, Motiv und Datei wählen und die Stichzahl notieren — sie steuert alle weiteren Rechnungen. Zweitens, mit dem Mustergröße-Rechner prüfen, wie groß das Motiv auf dem Stoff tatsächlich wird, und mit dem Stickrahmen-Rechner abgleichen, ob der vorhandene Rahmen passt. Drittens, den Garnverbrauch schätzen und prüfen, ob die Garnvorräte reichen — nichts ist ärgerlicher als ein halbfertiges Motiv am Sonntagabend. Viertens, Stoff und Vlies wählen: Das Vlies gehört zum Stoff wie der Rahmen zum Motiv, und die Faustregel lautet, lieber eine Stabilitätsstufe höher zu greifen als zu knapp. Fünftens, die Probenaht auf Reststoff mit exakt denselben Materialien — erst wenn sie sauber sitzt, kommt das eigentliche Projekt unter die Nadel. Diese fünf Schritte dauern zusammen keine halbe Stunde, verhindern aber die Fehler, die sonst Stunden kosten.
Die ehrliche Grenze: die Probenaht
Alle unsere Rechner liefern Schätzwerte für die Planung: Flächen, Längen, Mengen, Zeiten. Sie ersetzen nicht die Probenaht auf Originalstoff mit Originalvlies — denn Fadenspannung, Stoff und Maschine entscheiden am Ende über das Ergebnis. Wir nennen bewusst keine Herstellerwerte: Nimm immer die Angaben deiner Garne, deiner Maschine und deines Vlieses. Wir rechnen — das letzte Wort hat die Nadel.

