Gängige Stickrahmen-Größen
Stickrahmen gibt es in vielen Größen — die folgenden sind gängige Handelsgrößen, keine Norm. Entscheidend ist immer das Innenmaß deiner Maschine und deines Rahmens:
| Form | Gängige Größe | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Rund | 10 cm | Kleine Motive, Patches, Kinderkleidung |
| Rund | 13 cm | Der Allrounder für mittlere Motive |
| Rund / oval | 15–18 cm | Größere Brustmotive, Kissen |
| Rechteckig | 13 × 18 cm | Standard-Rechteckrahmen vieler Maschinen |
| Rechteckig | 20 × 26 cm und größer | Großmotive, Jackenrücken, Quilts |
Den richtigen Rahmen wählen
Die Faustregel lautet: Motiv plus 1–2 cm Sicherheitsabstand auf jeder Seite müssen in den Rahmen passen. Der Stickrahmen-Rechner ermittelt die nutzbare Fläche deines Rahmens. Wähle im Zweifel den nächstgrößeren Rahmen — zu knapp eingespannte Motive verziehen den Stoff, und die Nadel kommt dem Rahmen gefährlich nahe.
Richtig einspannen: die halbe Miete
- Stoff und Vlies gemeinsam einspannen: Das Stickvlies gehört mit in den Rahmen, nicht darunter gelegt.
- Trommelfest, aber nicht verzogen: Der Stoff soll straff wie ein Trommelfell sitzen — ohne dass sich Muster oder Webkanten verziehen.
- Fadenlauf beachten: Bei Webstoffen den Fadenlauf gerade ausrichten, sonst verzieht sich das Motiv.
- Schraube nachziehen: Nach dem Einspannen die Rahmenschraube fest anziehen und den Sitz prüfen.
- Freiraum prüfen: Vor dem Start kontrollieren, dass Nadel und Stickfuß überall frei laufen.
Häufige Fehler
- Zu kleiner Rahmen: Das Motiv stößt an den Rahmen — die Maschine stoppt oder beschädigt Nadel und Rahmen.
- Schief eingespannt: Das Motiv sitzt später schief auf dem Kleidungsstück.
- Vlies vergessen: Ohne Stickvlies wellt sich der Stoff, besonders bei dichten Füllstichen.
- Zu fest gespannt: Überdehnter Jersey schnellt nach dem Ausspannen zurück — das Motiv wellt sich.
